Nasschemische Reinigungsverfahren

Inhaltsverzeichnis

PaceTec zählt zu den spezialisierten Herstellern für Nassbank-Systeme in Europa und entwickelt individuelle Lösungen für komplexe nasschemische Prozesse.

Grundlagen, Verfahren und Anwendungen

Die nasschemische Reinigung ist ein zentraler Prozessschritt in zahlreichen High-Tech-Industrien.
Sie wird eingesetzt, wenn Oberflächen zuverlässig von Verunreinigungen befreit werden müssen und höchste Anforderungen an Reinheit, Funktion und Prozessstabilität bestehen.
Typische Anwendungen finden sich in:

 

Dabei kommen unterschiedliche Reinigungsverfahren zum Einsatz, abhängig von:

  • Material
  • Art der Verunreinigung
  • gewünschter Oberflächenqualität
  • nachfolgenden Prozessschritten

 

Zu den wichtigsten Verfahren gehören:

  • RCA Reinigung
  • SC1 Reinigung
  • SC2 Reinigung
  • Piranhareinigung
  • HF Dip Reinigung
  • Ultraschallreinigung
  • Megaschallreinigung

 

Warum ist industrielle Reinigung so wichtig?

Oberflächen sind entscheidend für die Qualität eines Produkts.
Schon kleinste Verunreinigungen können:

  • nachfolgende Prozesse beeinflussen
  • Haftung reduzieren
  • elektrische Eigenschaften verändern
  • Defekte verursachen
  • Ausschuss erhöhen

 

Eine professionelle Reinigung entfernt gezielt:

  • Partikel
  • organische Rückstände
  • Metallverunreinigungen
  • Oxidschichten
  • Prozessrückstände

 

Welche Arten von Verunreinigungen gibt es?

 

Partikel

Partikel entstehen beispielsweise durch:

  • mechanische Prozesse
  • Handling
  • Fertigungsumgebung

Sie können besonders kritisch sein bei:

  • Halbleiterstrukturen
  • optischen Komponenten
  • Präzisionsteilen

 

Organische Verunreinigungen

Dazu gehören:

  • Öle
  • Fette
  • Polymerrückstände
  • Fotolackreste

Diese Rückstände können Folgeprozesse beeinträchtigen.

 

Metallische Verunreinigungen

Metallionen wie:

  • Eisen
  • Kupfer
  • Nickel
  • Natrium

können Materialien oder elektrische Eigenschaften negativ beeinflussen.

 

Oxidschichten

Viele Materialien bilden natürliche Oxidschichten.
Beispiel:
Silizium bildet an Luft eine dünne Siliziumoxidschicht.
Diese kann für bestimmte Prozesse entfernt werden müssen.

RCA Reinigung

Standardverfahren zur chemischen Reinigung von Oberflächen
Die RCA Reinigung ist eines der bekanntesten nasschemischen Reinigungsverfahren.
Es wurde ursprünglich für die Reinigung von Siliziumwafern entwickelt und wird heute als Referenzprozess für hochreine Oberflächen betrachtet.
Das Verfahren besteht hauptsächlich aus:

  • SC1 Reinigung
  • SC2 Reinigung

Jeder Schritt erfüllt eine unterschiedliche Aufgabe.

SC1 Reinigung

Entfernung von Partikeln und organischen Verunreinigungen SC1 steht für:
Standard Clean 1

Die typische Prozesschemie besteht aus:

  • Ammoniumhydroxid (NH₄OH)
  • Wasserstoffperoxid (H₂O₂)
  • Reinstwasser (H₂O)

und werden oft bezeichnet als: APM (Ammonia Peroxide Mixture)

 

Wirkprinzip SC1

Die alkalische Chemie löst organische Verunreinigungen und unterstützt die Entfernung von Partikeln.
Wasserstoffperoxid wirkt als Oxidationsmittel.
Ammoniumhydroxid unterstützt:

  • Ablösung von Partikeln
  • Entfernung organischer Rückstände
  • Oberflächenaktivierung

 

Entfernte Verunreinigungen

SC1 entfernt hauptsächlich:

  • Partikel
  • Staub
  • organische Rückstände
  • Prozessreste

 

Typische Anwendungen

SC1 wird eingesetzt für:

  • Siliziumwafer
  • Glas
  • Präzisionskomponenten
  • Forschungssubstrate

 

SC2 Reinigung

Entfernung metallischer Verunreinigungen SC2 steht für:
Standard Clean 2

Die typische Chemie besteht aus:

  • Salzsäure (HCl)
  • Wasserstoffperoxid (H₂O₂)
  • Reinstwasser

auch bezeichnet als: HPM (Hydrochloric Peroxide Mixture)

 

Wirkprinzip SC2

SC2 entfernt metallische Verunreinigungen durch chemische Reaktionen und Komplexbildung.
Die Salzsäure unterstützt die Lösung metallischer Kontaminationen.

Entfernte Verunreinigungen

SC2 entfernt insbesondere:

  • Eisen
  • Kupfer
  • Nickel
  • andere Metallionen

 

Bedeutung von SC2

Bei hochsensiblen Anwendungen ist die Entfernung metallischer Rückstände entscheidend.
Besonders relevant:

  • Halbleiterfertigung
  • Sensorik
  • Mikroelektronik

 

RCA Reinigung Prozessablauf

Ein typischer RCA-Prozess besteht aus:

Schritt 1
SC1 Reinigung
Entfernung:

  • Partikel
  • organische Rückstände

Schritt 2
Spülen mit Reinstwasser
Entfernung chemischer Rückstände

Schritt 3
SC2 Reinigung
Entfernung:

  • Metallionen
  • metallischer Verunreinigungen

Schritt 4
Spülen und Trocknen
Herstellung einer definierten Oberfläche

 

HF Dip Reinigung

Entfernung von Oxidschichten durch Flusssäure
Der HF Dip Prozess ist ein nasschemisches Verfahren zur Entfernung von Siliziumoxid und anderen oxidischen Schichten.
HF steht für:
Hydrofluoric Acid (Flusssäure)

Warum wird HF Dip eingesetzt?

Viele Materialien bilden an der Oberfläche natürliche Oxidschichten.
Bei Silizium entsteht beispielsweise:
Si + O₂ → SiO₂
Diese Oxidschicht kann bestimmte Folgeprozesse beeinflussen.
HF entfernt diese Schicht kontrolliert.

Typische Anwendungen von HF Dip

  • Wafer Cleaning
  • Entfernung nativer Oxidschichten
  • Vorbereitung für Beschichtungen
  • Oberflächenaktivierung

 

Vorteile von HF Dip

  • definierte Oberfläche
  • Entfernung von Oxidschichten
  • Vorbereitung weiterer Prozessschritte

 

Piranha-Reinigung

(H₂SO₄/H₂O₂) – Hochwirksame Nasschemische Reinigung für organische Kontaminationen
Die Piranha-Reinigung ist ein etabliertes nasschemisches Verfahren zur Entfernung organischer Verunreinigungen und wird insbesondere in der Halbleiterindustrie, Medizintechnik sowie bei hochreinen Glas- und Substratoberflächen eingesetzt. Aufgrund ihrer extrem starken oxidierenden Wirkung zählt sie zu den effizientesten Reinigungsmethoden im Nassbankprozess.

Funktionsprinzip der Piranha-Reinigung

Die Piranha-Lösung besteht typischerweise aus einer Mischung von:

  • Schwefelsäure (H₂SO₄)
  • Wasserstoffperoxid (H₂O₂)

Beim Mischen entsteht eine hochreaktive, exotherme Lösung, die starke oxidative Radikale bildet. Diese greifen organische Rückstände an und zersetzen sie vollständig zu gasförmigen oder wasserlöslichen Produkten.

 

Wirkmechanismus:

  • Oxidation von Kohlenstoffverbindungen → CO₂, H₂O
  • Zerstörung von Polymerresten, Fotolack, Biofilmen
  • Gleichzeitig leichte Oberflächenaktivierung (Hydrophilierung)

 

Typische Prozessparameter

  • Mischverhältnis: 3:1 bis 5:1 (H₂SO₄ : H₂O₂)
  • Temperatur: 80–130 °C (selbsterwärmend)
  • Prozesszeit: 5–20 Minuten
  • Anwendung: Tauchbad oder beheizte Prozesswanne

 

Einsatzbereiche

Halbleiterindustrie

  • Entfernung von Fotolackresten nach Lithografie
  • Reinigung von Wafern vor kritischen Prozessschritten
  • Vorbereitung für Oxidation oder Beschichtung

 

Medizintechnik

  • Reinigung von Implantatoberflächen (z. B. Titan)
  • Entfernung organischer Produktionsrückstände
  • Erzeugung definierter, sauberer Oberflächen für nachfolgende Prozesse

 

Glas- und Substratreinigung

  • Entfernung feinster organischer Filme
  • Aktivierung der Oberfläche für Beschichtungen

 

Vorteile der Piranha-Reinigung

  • Extrem hohe Reinigungsleistung bei organischen Kontaminationen
  • Schnelle Prozesszeiten
  • Gleichmäßige Wirkung auch bei komplexen Geometrien
  • Kombination aus Reinigung und Oberflächenaktivierung

 

Nachteile und Herausforderungen

  • Hohe Sicherheitsanforderungen (stark exotherm, reaktiv)
  • Nicht geeignet für metallische Materialien (Korrosionsgefahr)
  • Hoher Chemikalienverbrauch
  • Aufwendige Entsorgung und Anlagenmaterialanforderungen

 

Integration in Nassbankprozesse

Die Piranha-Reinigung wird häufig als Vorreinigungsschritt eingesetzt und mit weiteren Prozessen kombiniert:

  • → RCA-Reinigung (SC1 / SC2)
  • → HF-Dip (Oxidentfernung)
  • → Spülprozesse (z. B. Quick Dump Rinser)
  • → Trocknung (z. B. Marangoni)

Typische Prozesskette:
Piranha → DI-Spülung → HF-Dip → DI-Spülung → Trocknung

 

Technologische Anforderungen an Nassbänke

Für den sicheren und stabilen Einsatz sind folgende Aspekte entscheidend:

  • Chemikalienbeständige Materialien (z. B. PP, PVDF, Quarz)
  • Temperaturbeständige Tanks
  • Präzise Dosierung von H₂O₂
  • Effektive Absaugung und Sicherheitskonzepte
  • Automatisierte Prozessführung zur Reproduzierbarkeit

 

Fazit

Die Piranha-Reinigung ist ein Schlüsselprozess für höchste Reinheitsanforderungen und spielt eine zentrale Rolle in modernen nasschemischen Fertigungen. Durch ihre Kombination aus starker Oxidationskraft und prozesssicherer Integration in automatisierte Nassbanksysteme stellt sie einen unverzichtbaren Bestandteil anspruchsvoller Produktionsumgebungen dar.

In Kombination mit präziser Anlagen- und Prozessauslegung positioniert sich eine optimierte Umsetzung dieser Technologie als maßgeblicher Qualitätsfaktor und Differenzierungsmerkmal in Hightech-Industrien.

Ultraschallreinigung

Mechanische Unterstützung durch Kavitation
Die Ultraschallreinigung nutzt hochfrequente Schallwellen, um Verunreinigungen von Oberflächen zu lösen.

Funktionsprinzip Ultraschall

Durch Schallwellen entstehen im Medium sogenannte:
Kavitationsblasen
Diese entstehen und kollabieren wieder.
Dabei entstehen:

  • Mikroströmungen
  • lokale Druckimpulse
  • mechanische Reinigungskräfte

Diese lösen:

  • Partikel
  • Ablagerungen
  • Verschmutzungen

 

Anwendungen Ultraschallreinigung

  • Präzisionsteile
  • medizinische Komponenten
  • Metalle
  • Glas
  • elektronische Bauteile

 

Vorteile Ultraschall

  • schnelle Reinigung
  • gute Partikelentfernung
  • Reinigung komplexer Geometrien

 

Megaschallreinigung

Hochfrequente Reinigung für empfindliche Oberflächen
Megaschallreinigung ist eine Weiterentwicklung der Ultraschallreinigung.
Es arbeitet mit deutlich höheren Frequenzen.
Typische Frequenzbereiche:

  • Ultraschall: ca. 20–100 kHz
  • Megasonic: ca. 500 kHz–2 MHz

 

Wirkprinzip Megaschall

Durch die höhere Frequenz entstehen kleinere Kavitationsblasen.
Dadurch entstehen:

  • feinere Reinigungskräfte
  • gleichmäßigere Energieverteilung
  • schonendere Behandlung

 

Vorteile Megaschallreinigung

Besonders geeignet für:

  • empfindliche Strukturen
  • Mikrobauteile
  • Halbleiterwafer

Vorteile:

  • Entfernung kleinster Partikel
  • geringe mechanische Belastung
  • hohe Prozesskontrolle

 

Vergleich der Reinigungsverfahren

Verfahren Hauptaufgabe
SC1 Entfernung von Partikeln und organische Rückstände
SC2 Entfernung metallischer Verunreinigungen
RCA Kombination SC1 + SC2
HF Dip Entfernung nativer Oxidschichten
Piranhareinigung Entfernung organischer Verunreinigung und Oxidation organischer Rückstände
Ultraschall mechanische Reinigung
Megaschall schonende Partikelreinigung

 

Auswahl des richtigen Reinigungsverfahrens

Die Auswahl hängt ab von:
Material
Beispiele:

  • Silizium
  • Glas
  • Titan
  • Metalle

 

Verunreinigung
Beispiele:

  • Partikel
  • Metall
  • organische Rückstände
  • Oxid

 

Prozessanforderung
Beispiele:

  • maximale Reinheit
  • Materialschutz
  • Oberflächenaktivierung

 

Nassbank-Systeme für Reinigungsprozesse

Für reproduzierbare Reinigungsergebnisse benötigen industrielle Prozesse geeignete Anlagen.
Eine professionelle Nassbank ermöglicht:

  • kontrollierte Chemieversorgung
  • definierte Temperaturführung
  • reproduzierbare Prozesszeiten
  • sichere Medienführung
  • Automatisierung

 

PaceTec Kompetenz

PaceTec entwickelt Nassbank-Systeme für anspruchsvolle Reinigungsprozesse.
Die Anlagen werden individuell ausgelegt für:

  • RCA Reinigung
  • SC1 / SC2 Reinigung
  • HF Dip Anwendungen
  • Piranhareinigung
  • Ultraschallreinigung
  • Megaschallreinigung

Dabei werden berücksichtigt:

  • Material
  • Chemie
  • Prozessanforderung
  • Automatisierungsgrad
  • Sicherheitskonzept

 

Inhaltsverzeichnis

Häufig gestellte Fragen

FAQs

Nasschemische Reinigungsverfahren sind industrielle Reinigungsprozesse, bei denen Bauteile, Wafer oder Komponenten mithilfe von Flüssigkeiten wie Säuren, Laugen, Lösemitteln oder Reinstwasser gereinigt werden.

Sie werden eingesetzt, um gezielt Verunreinigungen wie:

  • Partikel
  • organische Rückstände
  • Metallkontaminationen
  • Oxidschichten
  • Prozessrückstände

zu entfernen.

Typische Anwendungen finden sich in:

  • Halbleiterfertigung
  • Mikroelektronik
  • Medizintechnik
  • Optikindustrie
  • Forschung und Entwicklung

Die Auswahl des geeigneten Reinigungsverfahrens hängt von Material, Kontamination und gewünschter Oberflächenqualität ab.

Die verschiedenen nasschemischen Reinigungsverfahren unterscheiden sich hauptsächlich durch die Art der entfernten Verunreinigungen.

RCA Cleaning:

  • SC1 entfernt Partikel und organische Rückstände
  • SC2 entfernt metallische Kontaminationen

Typische Anwendung:
→ Reinigung von Siliziumwafern in der Halbleiterfertigung

Piranha-Reinigung:

  • entfernt besonders hartnäckige organische Verunreinigungen
  • nutzt eine stark oxidierende Mischung aus Schwefelsäure und Wasserstoffperoxid

Typische Anwendung:
→ Entfernung von Fotolackresten und organischen Rückständen

Lösemittelreinigung:

  • entfernt Öle, Fette und organische Verschmutzungen
  • häufig vor weiteren chemischen Prozessen eingesetzt

Typische Anwendung:
→ Medizintechnik, Präzisionsfertigung und industrielle Komponenten

Die Wahl des richtigen Verfahrens erfolgt abhängig von Material, Prozessziel und Reinheitsanforderung.

In der Halbleiterfertigung entstehen unterschiedliche Arten von Verunreinigungen, die nicht mit einem einzigen Reinigungsverfahren entfernt werden können.

Beispielsweise:

  • SC1 entfernt Partikel und organische Rückstände
  • SC2 entfernt Metallionen
  • HF-Dip entfernt native Oxidschichten
  • Piranha entfernt starke organische Kontaminationen

Durch die Kombination verschiedener Verfahren entsteht eine definierte Oberfläche für nachfolgende Prozessschritte wie:

  • Beschichtung
  • Lithografie
  • Ätzen
  • Abscheidung

Moderne Nassbank-Systeme kombinieren deshalb häufig mehrere Reinigungs- und Spülprozesse innerhalb einer automatisierten Prozesskette.

Ultraschall- und Megaschall-Reinigungsverfahren unterstützen die chemische Reinigung durch mechanische Energie.

Bei beiden Verfahren entstehen durch Schallwellen mikroskopische Druckschwankungen und Kavitationseffekte.

Ultraschallreinigung:

  • niedrigere Frequenzen
  • hohe Reinigungswirkung
  • geeignet für robuste Komponenten

Megaschallreinigung:

  • höhere Frequenzen
  • schonendere Partikelentfernung
  • besonders geeignet für empfindliche Waferstrukturen

In der Halbleiterindustrie wird Megaschall häufig eingesetzt, um kleinste Partikel zu entfernen, ohne empfindliche Mikrostrukturen zu beschädigen.

Die Auswahl eines geeigneten Reinigungsverfahrens hängt von mehreren Faktoren ab:

Material:

  • Silizium
  • Glas
  • Titan
  • Edelstahl
  • Kunststoffe

Art der Kontamination:

  • Partikel
  • Öl und Fett
  • organische Rückstände
  • Metalle
  • Oxide

Prozessanforderung:

  • Reinheitsgrad
  • Durchsatz
  • Automatisierungsgrad
  • Chemieverträglichkeit

Bei industriellen Anwendungen wird das Verfahren häufig durch Prozessversuche und eine anschließende Anlagenentwicklung optimiert.

PaceTec unterstützt Kunden bei der Auswahl und Integration geeigneter Nassbank-Systeme für individuelle Reinigungsprozesse.

Nassreinigung und Trockenreinigung sind zwei unterschiedliche Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen und zur Bearbeitung von Oberflächen in der Halbleiterfertigung.

Nassreinigung:

Bei der Nassreinigung werden flüssige Medien wie:

  • Reinstwasser (DI-Wasser / UPW)
  • Säuren
  • Laugen
  • Lösemittel
  • oxidierende Chemikalien

eingesetzt.
Typische Verfahren sind:

  • RCA Cleaning (SC1 / SC2)
  • Piranha-Reinigung
  • HF-Dip
  • Ultraschallreinigung
  • Megaschallreinigung

Vorteile der Nassreinigung:

  • sehr effektive Entfernung von Partikeln und chemischen Rückständen
  • hohe Selektivität bei der Materialbearbeitung
  • gut skalierbar für industrielle Nassbank-Systeme

 

Trockenreinigung:

Bei der Trockenreinigung werden keine flüssigen Chemikalien eingesetzt. Stattdessen kommen beispielsweise gasförmige oder plasmaunterstützte Verfahren zum Einsatz.
Typische Verfahren sind:

  • Plasma Cleaning
  • Plasma Ätzen
  • Ionenstrahlverfahren

Vorteile der Trockenreinigung:

  • keine flüssigen Chemikalien erforderlich
  • sehr präzise Materialbearbeitung
  • geeignet für feinste Strukturierungen

Die Auswahl zwischen Nass- und Trockenreinigung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Material und Schichtaufbau
  • gewünschter Selektivität
  • Prozessanforderung
  • Strukturgröße
  • Produktionsanforderungen

In der modernen Halbleiterfertigung werden beide Technologien häufig kombiniert. Nasschemische Verfahren übernehmen dabei besonders die Reinigung, Partikelentfernung und Oberflächenkonditionierung, während Trockenprozesse häufig für hochpräzise Strukturierungs- und Ätzprozesse eingesetzt werden.
PaceTec entwickelt Nassbank-Systeme für anspruchsvolle nasschemische Prozesse und unterstützt Kunden bei der Integration optimaler Reinigungs- und Prozesslösungen.

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